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Pflanzen durch Teilung vermehren: Anleitung für Horst und Rhizom

Nicht jede Pflanze vermehrt sich über Stecklinge. Teilung ist die schnellste Methode für buschige Arten — mit sofort fertigen, ausgewachsenen Pflanzen.

Stecklinge sind die bekannteste Vermehrungsmethode — aber nicht für jede Pflanze die richtige. Buschig wachsende Arten und solche mit Rhizomen oder Horsten vermehrt man am besten durch Teilung. Der große Vorteil: Statt wochenlang auf Wurzeln zu warten, hast du sofort zwei fertige, ausgewachsene Pflanzen. So geht es.

Was ist Teilung — und wann lohnt sie sich?

Bei der Teilung zerlegst du eine große Pflanze samt Wurzelballen in zwei oder mehr eigenständige Pflanzen. Jedes Teilstück hat bereits eigene Wurzeln und Blätter und wächst sofort weiter — kein Bewurzeln nötig.

Das unterscheidet die Methode grundlegend von Stecklingen, bei denen aus einem Trieb erst Wurzeln gebildet werden müssen (siehe auch Wassersteckling oder Erde).

Teilung lohnt sich, wenn:

Welche Pflanzen lassen sich teilen?

Nicht alle — nur Arten, die mehrere Wuchspunkte oder Rhizome bilden:

Klassische Teilungs-Kandidaten:

Nicht zum Teilen geeignet: Einzelstämmige Pflanzen wie Monstera, Ficus oder die meisten Sukkulenten — die vermehrt man über Stecklinge.

Der beste Zeitpunkt

Wie beim Umtopfen ist das Frühjahr ideal — die Pflanze startet ins Wachstum und überwindet den Teilungsstress schnell. Siehe Pflanzen-Frühjahrserwachen. Praktischerweise verbindest du die Teilung am besten direkt mit dem ohnehin fälligen Umtopfen, siehe Zimmerpflanzen umtopfen.

Schritt für Schritt teilen

  1. Pflanze austopfen — vorher leicht angießen, dann den Wurzelballen vorsichtig herausnehmen.
  2. Wurzelballen freilegen — überschüssige Erde abschütteln, damit du die natürlichen Trennstellen erkennst.
  3. Teilstücke finden — schau, wo die Pflanze von selbst in Gruppen mit eigenen Trieben und Wurzeln gegliedert ist.
  4. Trennen — kleinere Horste lassen sich mit den Händen auseinanderziehen. Bei festen Wurzelballen oder Rhizomen mit einem sauberen, scharfen Messer durchschneiden.
  5. Jedes Stück prüfen — jedes Teilstück braucht eigene Wurzeln und mindestens einen Trieb. Faule oder beschädigte Wurzeln entfernen.
  6. Einzeln eintopfen — jedes Teilstück in einen passenden Topf mit frischem Substrat, nicht zu groß wählen.
  7. Angießen — durchdringend wässern, dann erstmal sparsam halten.

Nach der Teilung

Die Teilstücke sind im Stress — gib ihnen Schonung:

Teilung vs. Stecklinge — was wann?

Viele Sammler nutzen beide Methoden je nach Pflanze.

Geteilte Pflanzen tauschen und verkaufen

Da du bei der Teilung sofort fertige, ausgewachsene Pflanzen erhältst, eignen sie sich besonders gut zum Verschenken, Tauschen oder Verkaufen — sie sind sofort attraktiv, ohne Bewurzelungs-Wartezeit. Wie du fair tauschst, steht in Pflanzen tauschen in deiner Nähe; zum Verkaufen siehe Pflanzen verkaufen privat.

Fazit

Teilung ist die schnellste Vermehrungsmethode — aus einer buschigen Pflanze werden in wenigen Minuten zwei fertige. Sie funktioniert nur bei Horst- und Rhizompflanzen wie Bogenhanf, Grünlilie, Calathea und Farnen, am besten im Frühjahr und gleich beim Umtopfen.

Tausche deine geteilten Pflanzen über die Florafabel App oder stöbere durch die aktuellen Anzeigen.